Scheidung Trennung verhindern
Wenn man frisch verliebte Paare kurz nach dem Kennenlernen oder kurz vor der Heirat fragt: Was gefällt Dir ein Deinem Partner oder Partnerin, dann werden Sie folgende Antworten erhalten.
Partnerschaft was gefällt beiden am anderen
Frau: „Wenn ich nach Hause komme, dann sitzt er vor seinen Schiffen. Er bastelt sehr gern. Der Bau von Schiffen ist sein Hobby. Es ist schön so einen aktiven Mann zu lieben.
Mann: „Wenn Sie mich am Tag im Büro anruft und mir sagt, dass sie sich auf den Abend mit mir freut. Ich finde es lieb von ihr, dass sie an mich denkt, wenn wir uns tagsüber nicht sehen können.
In Deutschland gab es im Jahr 2010 (Statistisches Bundesamt):
- 382.047 Eheschließungen
- 187.027 Ehescheidungen
Etwa die Hälfte der geschlossenen Ehen werden wieder geschieden
Fragt man nun nach der Trennung bzw. Scheidung Männer und Frauen so lauten die Antworten:
Frau: „Immer wenn ich nach Haus komme hockt er vor seinen stummen Schiffen. Das ganze Zimmer stinkt nach Klebstoff. Davon kriege ich Kopfschmerzen.”
Mann: „Jeden Tag ruft sie mich im Büro an und hält mich von der Arbeit ab. Immer werde ich unterbrochen und muss mich dann wieder einarbeiten. Das nervt und kostet Zeit.”
Am Fakt als solches hat sich zwischen beiden nichts geändert. Er bastelt immer noch seine Schiffe. Sie ruft ihn immer noch täglich im Büro an.
Wie kann es sein, dass die Bewertung – ob Mann oder Frau – vom Jung Verliebtsein bis zur Trennung ins Gegenteil umgeschlagen ist? Wie kommt es, dass das was wir anfangs am anderen schätzen und lieben uns irgendwann zur Weißglut bringt?
Sehen wir zu Beginn einer Beziehung alles durch die rosarote Brille?
Menschen gehen an eine neue Partnerbeziehung mit einer gewissen Erwartungshaltung heran. Das Verhalten ist ähnlich, wie bei einem neuen Job. Das Neue und Unbekannte hat seinen besonderen Reiz. Mann oder auch Frau lässt seiner Fantasie freien Lauf.
Im Berufsleben kann, je nach Tätigkeit, die Fantasie, nützlich sein. Im persönlichen Bereich geschieht es oft, dass man sich in jemand verliebt, der Eigenschaften hat, die man bewundert. Andere Verhaltensweisen, die man selbst nicht hat, bestaunt man.
Anfangs beeindruckte der Schiffbauer seine Frau durch seine ausstrahlende Ruhe und Gelassenheit.
Die Anrufer-Frau bescherte dem Büro-Mann eine willkommene Abwechslung im Büro.
Wahrscheinlich hat die Frau des Schiffbauer Temperament und möchte den Abend und das Wochenende aktiv außerhalb der Wohnung verbringen.
Möglicherweise liebt der Büro-Mann die konzentrierte Arbeit , um komplexe Aufgaben gewissenhaft in voller Konzentration zu erledigen. Seine Frau dagegen will auch tagsüber mit ihm kommunizieren.
Hier zogen sich Gegensätze an. Beide glaubten zu Beginn des Verliebtseins eine Ergänzung zu den eigenen Verhaltensweisen gefunden zu haben. Darin lag der Reiz.
Verliebe sich Mann und Frau in jeweils den gleichen Typen, dann heißt es Gleich und gleich gesellt sich gern. Das bedeutet noch lange nicht, dass auch hier alles reibungslos abläuft.
Was gilt denn nun? Gleich und gleich gesellt sich gern oder Gegensätze ziehen sich an?
Die ersten Monate des Kennenlernens sprühen die Gefühle. Glückshormone verwirren das Gehirn. Es kommt einer Halluzination gleich.
Mann oder Frau sieht den neuen Partner kritiklos. Jeder „Warnung” oder Kritik von außen begegnen sie mit brutaler Gewalt. Sie schießen mit Kanonen auf Spatzen.
Die Verliebtheitsphase dauert verschieden lang. Sie hängt mit davon ab, wie oft sich beide sehen. Die Phase danach kann schmerzlich sein. Wie nach einer durchzechten Nacht setzt die Ernüchterung ein.
Wie in einem Magnetfeld polt sich alles um. Das Positive stellt sich negativ dar. Fehler und Schwächen des anderen werden total überbewertet. Bis dahin, dass man beim anderen überhaupt keime positiven Charaktereigenschaften mehr finden will.
Diese negativen Bewertungen führen zu den Enttäuschungen. Die in unserer Phantasie nicht erfüllten Erwartungen verursachen die Enttäuschungen.
Wie könnte eine Lösung aussehen?
Sie können einen Menschen nicht ändern, wenn er es nicht will. Wenn sich ihr Partner so wohl fühlt wie er ist, dann ist für ihn alles in Ordnung. Sie können jedoch ihre Denkweise wieder auf die positiven Eigenschaften konzentrieren.
Jeder Mensch will in einer Beziehung so akzeptiert werden, wie er ist. Wenn beide das schaffen, so stehen ihre Chancen für eine lange Partnerbeziehung sehr gut. Ständiges rumnörgeln, kritisieren, Vorwürfe machen ignoriert den Wunsch nach Akzeptanz.
Menschen, die sich nicht akzeptiert und gewürdigt fühlen verlassen den Status quo – im Privat-Leben und im Beruf.
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